Safe Campus Browsing ist ein Service, der Benutzer*innen an verschiedenen Hochschulen vor Phishing, Malware und Betrugsangriffen schützt. Die Technologie integriert mehrere Dienste, um europäischen Hochschulen einen kostenlosen und schnellen All-in-one-Blacklist-Service zu bieten.

Die inklusive Technologie von Safe Campus Browsing ist offen für den von den Benutzer*innen gewählten Web-Browser, ermöglicht gleichzeitig eine sichere Web-Nutzung und schützt die Mitarbeiter*innen und Studierenden einer Hochschule. Alle großen und kleinen Webbrowser, die an europäischen Hochschulen verwendet werden, sind in Safe Campus Browsing integriert. Safe Campus Browsing ist eine exklusive Anwendung für IT- und Sicherheitsverantwortliche europäischer Hochschulen.

Unterstützte Webbrowser und Geräte

Die Blacklist-Services von Webbrowsern stellen eine oder mehrere Datenbanken, sogenannte Blacklists, mit bekannten Phishing-, Malware- und Betrugs-Websites, zur Verfügung. Die Webbrowser überprüfen lokal die URL der besuchten Website, bevor sie zu der Website navigieren. Safe Campus Browsing unterstützt folgende Webbrowser mit ihren entsprechenden Blacklist-Services:

  • Firefox (Phishing Protection)
  • Studo Browser (Studo Safe Browsing)
  • Edge (SmartScreen)
  • Chrome (Google Safe Browsing)
  • Safari (Fraudulent Website Warning)
  • Samsung Internet (Protected Browsing)
  • Internet Explorer (SmartScreen)
  • Weitere Webbrowser, die einen oder mehrere der oben aufgeführten Blacklist-Services nutzen

Alle oben aufgeführten Blacklist-Services zeigen den Benutzer*innen Warnungen an, wenn sie versuchen, zu schädlichen Webseiten zu navigieren. Die Warnungen werden in den aufgelisteten Webbrowsern auf den Desktop-Betriebssystemen Windows, macOS und Linux und auf den mobilen Betriebssystemen Android und iOS angezeigt. Die einfache und effiziente Weiterleitung einer zu blockierenden URL an die Blacklist-Services der meistgenutzten Webbrowser ist ein großer Vorteil bei der Verwendung des Safe Campus Browsing.

Studo Safe Browsing

Der Blacklist-Service in der Studo Browser App auf Android und iOS kombiniert zwei verschiedene Blacklist-Services:

1. Zunächst verwendet der Studo Browser die gleiche Blacklist-Technologie wie Firefox für Android und iOS. Außerdem nutzt der Studo Browser, wenn nicht deaktiviert, den vom mobilen Betriebssystem bereitgestellten Blacklist-Service.

2. Um unmittelbar auf Bedrohungen für Hochschulen reagieren zu können, ergänzt Studo Safe Campus Browsing den Schutz um eine zweite Ebene: Eine Safe-Campus-Browsing-Meldung von authentifizierten Universitätsvertreter*innen führt zur sofortigen Sperrung der gemeldeten Website im Studo Browser. Der Studo Browser vergleicht beim Aufruf jeder Website die URL mit einer lokal am Endgerät des Benutzers befindlindlichen Sperrliste und zeigt im Falle eines Treffers eine unumgängliche Sicherheitswarnung an die Benutzer*in des Studo Browsers an. Diese zweite Schutzebene ist unabhängig von den Anbietern der Betriebssysteme. Safe Campus Browsing wurde wegen der zeitweilig zu späten Reaktion der Blacklist-Anbietenden auf gezielte Phishing-Angriffe gegen Hochschulen eingeführt.

Diese Warnung wird nach der Sperre einer bösartigen Website im Studo Browser angezeigt.

Meldeverfahren

Um Mitarbeiter*innen und Studierende einer Hochschule vor Phishing, Malware und Betrugsangriffen zu schützen, kann die URL einer schädlichen Website an den entsprechenden Blacklist-Service gemeldet werden. Es gibt zwei Arten von Melde- und Überprüfungssystemen:

  • Safe Campus Browsing: Basierend auf dem Vertrauen der Person, die das Problem gemeldet hat, wird die gemeldete Seite automatisch auf die Sperrliste gesetzt (z. B. Studo Safe Browsing, wenn die meldende Person IT- oder Sicherheitsbeauftragte*r einer Hochschule ist). Wenn von einem authentifizierten Konto gemeldet wird, wird die gemeldete Seite sofort zur Sperrliste in den Browser-Clients hinzugefügt.
  • Andere Anbieter: Die Entscheidung, ob eine gemeldete URL als Phishing, Malware oder Betrug eingestuft wird, wird von den Anbietern der Blacklist-Services (z.B. Google oder Microsoft) getroffen. IT- oder Sicherheitsverantwortliche an Hochschulen können die Sperrung der angreifenden Website beantragen. Die Bearbeitung dieses Antrag und die Entscheidung zur Sperrung kann bei Google bis zu 72 Stunden dauern, Microsoft gibt keine voraussichtliche Überprüfungszeit an.

Mit dem Ein-Klick-Berichtssystem von Safe Campus Browsing können Sie sich in stressigen Zeiten auf wichtige Aufgaben konzentrieren und gleichzeitig sicherstellen, dass eine böswillige Website, die Ihren Nutzer*innen schaden will, an alle gelisteten Webbrowser-Blacklist-Dienste gemeldet wird.

Safe Campus Browsing kombiniert beide Überprüfungssysteme: Eine in Safe Campus Browsing gemeldete Website wird im von Studierenden stark genutzten Studo Browser unverzüglich blockiert. Darüber hinaus wird die gemeldete Website automatisch an alle oben genannten Blacklist-Services weitergemeldet.

Als IT-Verantwortliche*r einer Hochschule stellen wir Ihnen den Service gerne zur Verfügung. Nach erfolgter Anmeldung wird Safe Campus Browsing an Ihrer Hochschule aktiviert. Bei Fragen zu Safe Campus Browsing wenden Sie sich bitte per Mail an uns.