Was bedeutet Digitalisierung für Hochschulen?

Der digitale Wandel ist auch in den Hochschulen angekommen. Wir zeigen 5 Beispiele, wie Hochschulen digital werden können.

von Isabella Zick
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Der digitale Wandel betrifft uns alle. Er ist unaufhaltsam und gnadenlos — und er bietet viele Möglichkeiten für Innovationen. Innovationen, die das Leben erleichtern können. Der digitale Wandel reicht vom smarten Haushalt über unseren ständigen Begleiter Smartphone bis hin zu etablierten Institutionen wie Hochschulen.

Doch was bedeutet Digitalisierung eigentlich für Hochschulen? Sie zeigt sich in tiefgehenden Strukturveränderungen, in Veränderungen im Lern- und Lehrverhalten und in völlig neuen Möglichkeiten der Lehre. Hier sind fünf Beispiele für den digitalen Wandel an Hochschulen:

Neue Studien durch Digitalisierung

Durch digitale Innovationen ergeben sich neue Berufsfelder, die wiederum neue Studienrichtungen oder die Erweiterung von etablierte Studien brauchen. Online-Marketing, Informationsdesign oder Softwareentwicklung sind beispielhafte Studiengänge, die erst durch die Digitalisierung entstehen konnten.

Veränderung der Lernorte

Statt stundenlang in der Bibliothek zu sitzen, können die Lerninhalte heute überall und jederzeit abgerufen werden. Dank virtuellem Campus und Online-Bibliothek haben die Studierenden und Lehrenden stets Zugriff auf Bücher, Skripten und Co. So lässt es sich bequem im Café, unterwegs in Bahn und Co. und sogar im Ausland lernen.

Digitale Tools für mehr Organisation

Dort, wo tausende Studierende aus unterschiedlichsten Studienrichtungen zusammenkommen, braucht es besondere Tools zur Organisation. Studo bietet seit 2016 eine App zur Organisation des Studiums für Studierende an, um ihnen den Studienalltag zu erleichtern. Doch die Arbeit von Studo geht weit darüber hinaus. Das Grazer EdTech-Unternehmen ist mittlerweile durch verschiedenste Projekte zum verlässlichen Partner in Sachen Digitalisierung für Hochschulen geworden. 12 Hochschulen in Österreich kooperieren mit dem Unternehmen bereits und bieten über 140.000 Studierenden eine App für ihr Studium.

Strukturveränderungen für Lern- und Lehrinnovationen

Die Digitalisierung fordert von den Hochschulen natürlich einen gewissen Grad an struktureller Veränderung. Von Optimierungen der Hochschul-Websites, über bessere Marketingstrategien und Strukturausbau der Vorlesungsräume fällt alles in diese Kategorie. In einem Gastbeitrag von Jürgen Handke in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung werden genau diese Veränderungen auf dem Weg des digitalen Wandels beschrieben. Außerdem hat das Hochschulforum Digitalisierung gemeinsam mit Studierenden aus ganz Deutschland ein Thesenpapier zur Digitalisierung an Hochschulen aus Studierenden-Perspektive veröffentlicht. Hier sind viele strukturverändernden Maßnahmen aufgelistet, wie Hochschulen digitaler und innovativer werden können.

Digitale Lernmethoden

Nichts Neues, doch nicht mehr wegzudenken: Computer sind die wichtigsten Instrumente, um als Studierender zu lernen. Digitale Lerninhalte – Videos, Präsentationen, digitalisierte Skripten – können hier ideal konsumiert werden. Natürlich kommen in vielen Studien nach wie vor Bücher zum Einsatz, doch dass eine Vorlesung digital unterstützt wird, gehört mittlerweile zum Standard.

Die Digitalisierung fordert somit eine allumfassende Veränderung der Hochschulen. Doch was zuerst wie eine kaum zu bewältigende Herausforderung wirkt, stellt sich mit den richtigen Partnern als schaffbar heraus. Der digitale Wandel ist eine Herausforderung, er ist aber auch eine einzigartige Chance, das Lernen und Lehren zu revolutionieren.

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