Wie fördert man Aktivität und Zufriedenheit im Studium? „Administrative Friction“ fordert Hochschulen

Viele Hochschulen kämpfen mit sinkender Prüfungsaktivität und Zufriedenheit von Studierenden. Neben hohen Anforderungen und persönlichen Belastungen von Studierenden sind auch bürokratische Hürden, kurz: „administrative Friction“, ein entscheidender Grund für geringe Aktivität im Studium.

15.06.2026

von Isabella Zick

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„Wir erreichen die Studierenden einfach nicht. Man muss so viel Unterstützung leisten, sonst absolvieren sie nicht ausreichend ECTS. Irgendwie wird das Studieren immer anonymer, die Gemeinschaft immer weniger.“ Herausforderungen wie diese kennen viele Hochschulen. Nicht erst seit der zunehmenden Digitalisierung des Studierens und der Corona-Pandemie hat sich das Studienleben grundlegend geändert. Auch hohe Anforderungen an Studierende und der finanzielle Druck, neben dem Studium zu arbeiten, sorgen für mehrfache Belastungen, die vom eigentlichen Akt des Studierens ablenken. Diese Veränderung bemerken Hochschulen in vielfacher Hinsicht – besonders schmerzlich aber in finanzieller: Schließlich wird das öffentliche Hochschulsystem in Deutschland u. a. auf Basis von Studienanfänger*innen und ihren Studienabschlüssen finanziert, in Österreich u. a. auf Basis der Prüfungsaktivität.

Für die Finanzierung der Hochschulen müssen Studierende „aktiv“ sein. Aus diesen Gründen wurde für viele Hochschulen die Aktivität und Zufriedenheit von Studierenden und die Unterstützung in der Organisation des Studiums vom „netten Extra“ zum harten Finanzfaktor. Denn: Verbesserungen für Studierende wirken sich direkt auf das Hochschulbudget aus.

Aktivität und Zufriedenheit im Studium: Umdenken im Hochschulsektor

Nach mehreren Jahren, in denen die Zahl an Studienanfänger*innen stagniert oder gar gesunken ist, können Hochschulen langsam wieder aufatmen. Es beginnen wieder mehr junge Menschen zu studieren oder sich neben dem Berufsleben weiterzubilden. Doch durch das stetig wachsende Bildungsangebot herrscht auch weiterhin ein wahres Wettrennen um Studierende. Neben vielen Benefits, mit denen Hochschulen um neue Studierende werben, ist in den letzten Jahren auch klar geworden: Nicht nur die Anzahl an Studienanfänger*innen ist für Hochschulen relevant, sondern vor allem ihre Aktivität und der erfolgreiche Abschluss des Studiums. Studierbarkeit, Studienerfolg und ein positives Studienerlebnis sind damit zu essentiellen Faktoren für Hochschulen geworden.

Die Aktivität von Studierenden wird für Hochschulen immer wichtiger. - Foto: Ilia Bronskiy, Unsplash

„Administrative Friction“: Ursachen für bürokratische Hürden

Viele Phänomene, die erschwerte Studierbarkeit kennzeichnen – komplexe Organisation des Studiums, mangelnde Informationsweitergabe oder Zeitverlust durch veraltete Plattformen und Kommunikationskanäle –, lassen sich unter dem Begriff „administrative Friction“ zusammenfassen. Man versteht darunter Verzögerungen oder Schwierigkeiten innerhalb bürokratischer Systeme, die den Fortschritt in Richtung eines bestimmten Ziels, beispielsweise den Studienabschluss, verlangsamen oder behindern. Beide Seiten – Hochschule und Studierende – verlieren durch die aufwändige Organisation des Studiums viel Zeit. Das fördert Frustration und Unsicherheit bei Studienanfänger*innen, sorgt für versäumte Fristen und vermeidbare Studienabbrüche bei höheren Semestern und schadet der Hochschule in ihrem Wettbewerb um Studierende.

Übrigens: In diesem Artikel gehen wir genauer auf die umfangreichen Systemlandschaften und vielfältigen Anforderungen an einen digitalen Hochschul-Campus ein.

Einfache Organisation, hohe Zufriedenheit: Studium mit Campus-App

Eine weitere Methode, um administrativen Aufwand für Studierende und Hochschulen zu reduzieren und die besonders einfach in die bestehende Systemlandschaft einer Hochschule integriert werden kann, ist eine Campus-App. Apps wie jene von Studo sorgen für eine Nutzungsrate von über 90 % unter den Studierenden einer Hochschule und werden mehrmals täglich geöffnet. So ersparen sich Studierende jeden Tag rund 15 bis 20 Minuten in ihrer Studienorganisation.

„Digital Natives“, wie es Studierende heute sind, erwarten sich moderne und intuitiv nutzbare Plattformen – nicht nur in ihrem privaten Alltag, sondern auch im Studium. Eine Campus-App bietet größtmögliche Unterstützung in der Studienorganisation und ist damit auch ein entscheidender Wettbewerbsvorteil, wenn es um die Frage nach der richtigen Hochschule geht.

Vom ersten Tag im Studium bis zum Abschluss mit dabei: die Campus-App. - Foto: Lisa McIntyre, Unsplash

Im Studium selbst wird durch eine Campus-App weniger Zeit für die Organisation gebraucht. Wichtige Informationen – wie E-Mails, Noten oder Vorlesungstermine – werden direkt auf das Smartphone geliefert, ohne dass sie extra eingeholt werden müssen. Kalender und E-Mails sind automatisch eingerichtet, bei Termin- oder Raumänderungen werden die Studierenden einfach per Push-Benachrichtigung informiert. Campus-Managementsystem und Moodle sind leicht auffindbar, was auch den Support-Aufwand für die Hochschule reduziert. Veranstaltungen oder andere dringende Informationen der Hochschule können direkt über die Campus-App kommuniziert werden, wodurch Infos tatsächlich bei den Studierenden ankommen.

Campus-App ist Begleiter durch das gesamte Studium

All diese Vorteile führen zu einem einfacheren Start ins Studienleben, mehr Aktivität während des Studiums und einer höheren Abschlussquote. Durch die positive Erfahrung mit einer Campus-App wird zudem die Bindung an die eigene Alma Mater gestärkt – und ist somit vielleicht ein Grund mehr für Absolvent*innen, für Weiterbildungen wieder an ihre Hochschule zurückzukehren. Eine Campus-App ist eine Möglichkeit, mittels Digitalisierung wichtige Kennzahlen wie Studienanfänger*innen, prüfungsaktive Studierende und Anzahl der Studienabschlüsse zu verbessern – und das ohne zusätzlichen Aufwand für Hochschule und IT.